CDU Fraktion will Mehrgenerationenhaus für Garrel

Das Gebäude des ehemaligen Jugendtreff in Garrel steht seit einiger Zeit zur Diskussion. Für die CDU – Fraktion im Rat der Gemeinde steht fest: Einfach abreißen ohne klare Nachnutzung ist keine Lösung! Daher hat die CDU – Fraktion Bund einen Architektenwettbewerb für die Gestaltung / Nutzung eines Mehrgenerationenhaus für Garrel beantragt.

Die Gemeinde Garrel wächst in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stark, die Angebote des sozialen und kulturellen Lebens wachsen. Für diese Entwicklung deutet sich kein Ende an, im Gegenteil. Die Menschen möchten sich ausleben und aus einem möglichst großen Pool von Angeboten wählen können, so die CDU in einer Pressemitteilung.

CDU will Kultur und Ehrenamt stärken

Für eine große und selbstbewusste Gemeinde wie Garrel sollte es Anspruch und Aufgabe zugleich sein, das soziale, kulturelle und gemeinnützige Miteinander zu fördern. Ohne das Ehrenamt und die vielen guten Angebote wäre Garrel für die CDU nicht denkbar.

CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Meyer erklärt: „Dafür ist die CDU-Fraktion allen Garreler Engagierten dankbar, besonders auch in Zeiten der Corona-Pandemie, die gezeigt hat, dass unsere Bürgerinnen und Bürger, dass unsere Institutionen zusammenhalten“.

Abreißen ohne Nachnutzung keine Lösung

Vor wenigen Wochen hat sich die CDU-Fraktion im Gemeinderat Garrel für eine Vertagung der Entscheidung über den Abriss des ehemaligen Jugendtreffs / der ehemaligen Lehrerwohnung an der St.-Johannes-Straße stark gemacht. CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Christoph Penning erklärt: „Abzureißen, ohne Ideen für eine Nachnutzung zu haben, kommt für die CDU nicht infrage. Wir wollen auch langfristig einen lebenswerten Ort schaffen. Deshalb haben wir intensiv beraten, viele Ideen – auch aus der Bevölkerung – eingebracht, diskutiert und können heute einen Zukunftsplan für Gebäude und Gelände vorlegen“:

Antrag auf Architektenwettbewerb

Die CDU-Fraktion beantragt die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes mit drei Teilnehmern mit folgender Aufgabenstellung:

Die Architekten sollen in jeweils zwei Versionen eine grobe Vorplanung eines Mehrgenerationenhauses/Kulturhauses am Standort des ehemaligen Jugendtreffs erstellen. Dabei sollen zwei Versionen berücksichtigt werden: In „Version 1“ sollen die Entwürfe einen funktionellen Anbau unter Einbindung des renovierten Altgebäudes (evtl. nur Erhaltung der Gebäudehülle) beinhalten. Für die „Version 2“ hat der Architekt für die Planungen freie Hand für einen Neubau (gerne mit historischem Bezug) an gleicher Stelle.

Erhalt oder Neubau – beides möglich

CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Meyer erläutert: „Ob das Gebäude also erhalten wird, kommt auf die eingesandten Entwürfe an, die uns die Architekten anbieten. So könnte sich die Sanierung des Gebäudes, wenn es ein solcher Entwurf wird, funktional begründen lassen. Die Entwürfe werden dann dem Rat präsentiert, der darüber in den politischen Gremien berät und zu einer Entscheidung kommt, die dann auch die Frage umfasst, ob das Gebäude erhalten werden soll“.

In dem Antrag schlägt die CDU als Basis für den Architektenwettbewerb unter anderem vor Büros und Beratungsräume für den Seniorenbeauftragte und des Jugendpflegers zu errichten. Zudem sollen Gruppenräume entstehen.

Räume für Kultur, Chöre, Vereine und Tagungen

In den neugestalteten Räumlichkeiten sollen nach Auffassung der CDU Selbsthilfegruppen, Chöre, der Behindertenverein aber auch der Kunst- und Kulturkreis Platz finden. Weiter ist geplant die Räumlichkeiten für Tagungen, Ausstellungen, kleine Aufführungen und Konzerte sowie Kabarett und Comedy zu nutzen.

Die Nutzung ist, nach Angaben der CDU – Fraktion, so ausgelegt, dass das breite Kultur- und soziale Leben Garrels möglichst gut berücksichtigt wird und gleichzeitig öffentliche Förderungen eingeholt werden können und müssen (u. a. Städtebauförderung).

„Das geplante neue Gebäude soll gemeinnütziger Treffpunkt und Bürgerhaus zugleich sein. Es soll junge und alte Menschen, Engagierte und Interessierte, Gehandicapte und Helfer zusammenbringen, die sich hier bei uns engagieren – ein Mehrgenerationenhaus unter dem möglichen Namen „Haiken Hus“, so der CDU Gemeindeverbandsvorsitzende Christoph Penning.

„Haiken  Hus“ in Anlehnung an den Schäfer

Haiken bezeichnet einen Schäfermantel, wie er im Garreler Wappen vorkommt – Synonym für „alle unter einem Dach/unter einer schützenden Decke“. Diese Bezeichnung würde auch das plattdeutsche Spracherbe berücksichtigen, das die Garreler Schulen und Vereine im Ort immer wieder stärker fördern, damit es nicht verloren geht.

Der Name soll aber, nach Auskunft der CDU – Fraktion noch nicht endgültig festgelegt werden. Denkbar wäre auch, die Bürger über den Namen abstimmen zu lassen.

„Mit der Schaffung eines solchen Mehrgenerationenhauses / Bürgerhauses, eines Treffpunkts für Jung und Alt, mitten im Garreler Zentrum, neben den Schulen und den Sporteinrichtungen, neben vielen Parkplätzen, die auch künftig vorhanden sein werden, für gemeinnützige, soziale und kulturelle Zwecke, für unsere Vereine und Verbände und ihre Engagierten im Ort, gehen wir mit unserer gar nicht mehr so kleinen Gemeinde den richtigen Schritt zur richtigen Zeit in Richtung Zukunft“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ansgar Behrens, „denn das Gelände und ggf. das alte Gebäude (bzw. die Gebäudehülle, je nach Entscheidung über die Entwürfe) werden so optimal genutzt und stehen möglichst vielen engagierten Garrelern offen.“

Umliegende Kommunen als Vorbild

Andere Kommunen, auch im näheren Umfeld (Mehrgenerationenhaus Goldenstedt, Bürgerhaus Lastrup, Haus Bildung und Familie Visbek, Emsteks „Alte EVG“, uvm.), zeigen, dass ein solches Konzept tragfähig und attraktiv für eine aufstrebende Gemeinde ist. Garrel hat Bedarf für Kultur und kulturelle Angebote – die Ansprüche werden vielfältiger. Diese Anforderung wird mit dem Wachsen des Ortes noch steigen.

Dabei wäre es aus Sicht der CDU auch denkbar, dass die Trägerschaft des Mehrgenerationenhauses durch einen externen Träger übernommen wird (bspw. Caritas, Diakonie, „Leinerstift“ o. Ä.).

Weitere Informationen zum Antrag gibt es auf der Homepage der CDU Garrel unter www.cdu-garrel.de

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