Arbeiten an Impfzentrum des Landkreises Cloppenburg haben begonnen

In dem Impfzentrum des Landkreis Cloppenburg, dass in den Räumlichkeiten des Jugendherberge in Petersfeld entsteht, soll die Infrastruktur ab dem 15. Dezember bereit sein.

Die Einrichtung und Organisation des Impfzentrums des Landkreises Cloppenburg für den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird aktuell mit großen Schritten weiter vorangetrieben. Seit Anfang dieser Woche wird mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) Cloppenburg die derzeit aufgrund der Corona-Auflagen ungenutzte Jugendherberge in Petersfeld (Gemeinde Garrel) ausgeräumt.

Bis zum 15. Dezember soll das Impfzentrum an der Thülsfelder Talsperre einsatzbereit sein, erklärte Landrat Johann Wimberg.

Bis zu 20 Impfungen pro Stunde

Geplant ist, dort zunächst mit einer sogenannten ersten Impfstrecke zu beginnen. Sie besteht aus einem Arzt und vier Impfberechtigten und kann 12 bis 20 Patienten pro Stunde versorgen. Anschließend sollen nach und nach insgesamt drei Impfstrecken eingerichtet werden, möglich sind vier an diesem Standort.

Zusätzlich mobile Impf-Teams

Neben dem Impfzentrum in Petersfeld sollen gleichzeitig mobile Teams die Impfungen beispielsweise in Altenheimen durchführen. Ein solches Team besteht aus einem Arzt, einem Impfberechtigten und einem Verwaltungshelfer. Hierzu hat der Landkreis bereits Fahrzeuge in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz organisiert, um die Teams und den Impfstoff in allen Bereichen des Landkreises transportieren zu können.

Zentrale Terminvergabe geplant

Landkreise und kreisfreie Städte betreten mit der Einrichtung solcher Impfzentren zwar Neuland, dennoch sind die Vorgänge im Impfzentrum klar vom Land Niedersachsen vorgegeben, die in etwa mit dem Ablauf bei einer Blutspende vergleichbar sind. Zunächst erfolgt eine Kontrolle, ob eine Person impfberechtigt ist und eine Terminvereinbarung vorliegt. Es wird dann Fieber gemessen. Die Terminvergabe soll nach dem jetzigen Stand der Planungen zentral über das Land Niedersachsen erfolgen.

Danach muss die angemeldete Person vor Ort einen für die Impfung nötigen Fragebogen ausfüllen, bei dem es auch um die Verträglichkeit von Impfstoffen oder Allergien geht. Im Anschluss folgt ein Gespräch bei einem Arzt, bevor schließlich die Impfung vorgenommen wird.

Anschließend verweilt die geimpfte Person noch 15 Minuten unter Beobachtung im Zentrum, damit sichergestellt werden kann, dass der Patient oder die Patientin den Impfstoff gut vertragen hat. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Aufenthaltsdauer im Impfzentrum bei rund einer halben Stunde liegen wird.

Start abhängig von der Verfügbarkeit

Auch wenn das Impfzentrum am 15. Dezember einsatzbereit ist, so hängt die Aufnahme des Betriebes vor allem von der Bereitstellung des Impfstoffes ab, worauf der Landkreis selbst keinen Einfluss hat. Es müssen darüber hinaus aber auch noch offene Fragen, auf Bundes- und Landesebene geklärt werden.

Standort in Petersfeld zentral und gut erreichbar

Die Jugendherberge des DJH in Petersfeld wurde von der Kreisverwaltung ausgewählt, weil sie die benötigten räumlichen Kapazitäten und geeignete Strukturen bietet, zentral im Landkreis liegt und somit gut für alle Bürgerinnen und Bürger über die B72 erreichbar ist. Gleichzeitig werden weitere Möglichkeiten geprüft, um auch den ÖPNV und das Rufbussystem Moobil+ einzubinden.

Fotohinweis: Das Technische Hilfswerk hat am Montag damit angefangen, die Jugendherberge auszuräumen. Bis zum 15. Dezember soll an in dem Gebäude der Thülsfelder Talsperre ein Impfzentrum eingerichtet werden. Foto: Sascha Rühl/ Landkreis Cloppenburg

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